Es ist Oktober. Die Blätter färben sich, die Luft wird kühler – und manchmal bleibt der Himmel den ganzen Tag grau. Für uns gehört auch das zum Herbst: draußen unterwegs sein, etwas Neues entdecken und anschließend wieder ins Warme kommen.

Ein Regentag muss kein verlorener Urlaubstag sein. Rund um unser Landhaus am Schloss gibt es schöne Möglichkeiten, Oberfranken auch bei schlechtem Wetter zu erleben. Und manchmal ist es genauso schön, einfach im Haus zu bleiben, gemeinsam zu kochen und endlich Zeit füreinander zu haben.

Hier kommen unsere Ideen für einen gemütlichen Herbsttag.

Warmes Wasser statt grauer Wolken

Wer sich nach Wärme und Ruhe sehnt, kann den Tag in der Obermain Therme in Bad Staffelstein verbringen. Im warmen Thermalwasser darf das Ausflugsprogramm einmal Pause machen.

Danach geht es zurück ins Landhaus: bequeme Kleidung anziehen, etwas Gutes essen und den Abend ganz ohne Termine genießen.

Öffnungszeiten und Besuchsinfos der Obermain Therme

Oberfranken mit allen Sinnen entdecken

Wie wurden früher Brot und Bier hergestellt? Und welchen Weg nehmen Gewürze, bevor sie in unserer Küche landen?

Im Kulmbacher Mönchshof widmen sich das Bayerische Brauereimuseum, das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum diesen Geschichten. Eine schöne Gelegenheit, die Region über ihre Genusskultur kennenzulernen – und vielleicht mit einer neuen Idee fürs gemeinsame Kochen zurückzukommen.

Du musst dabei nicht alles an einem Tag ansehen. Such dir einfach das Thema aus, auf das du Lust hast.

Besuchsinfos zu den Museen im Kulmbacher Mönchshof

Glaskunst und tropisches Grün in Kleintettau

Filigrane Flakons, überraschende Formen und Geschichten rund um Glas und Parfüm: Das Europäische Flakonglasmuseum in Kleintettau lädt dazu ein, genauer hinzuschauen. Alltagsgegenstände werden hier zu kleinen Kunstwerken – und erzählen zugleich von der langen Tradition der Glasherstellung.

Ein ganz anderes Erlebnis bietet das nahe gelegene Tropenhaus Klein Eden. Hier wachsen exotische Früchte und Gewürze mitten im Frankenwald. Das Tropenhaus nutzt Abwärme aus der benachbarten Glasindustrie und verbindet tropisches Grün mit einer spannenden Idee zur Energienutzung.

Wer beide Ziele an einem Tag besuchen möchte, sollte die unterschiedlichen Öffnungstage beachten. Für den Forschungsbereich des Tropenhauses gelten eigene Führungszeiten.

Informationen zum Europäischen Flakonglasmuseum
Öffnungszeiten und Besuchsinfos von Klein Eden

Kunst hinter Festungsmauern

Auch Kronach ist einen Ausflug wert. In der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg begegnen dir Kunstwerke aus Spätgotik und Renaissance – darunter Arbeiten von Lucas Cranach und Tilman Riemenschneider.

Für den Weg zur Festung gehören bei Regen feste Schuhe und ein Schirm dazu. Drinnen kannst du dir anschließend Zeit nehmen, Bilder und Skulpturen in Ruhe zu betrachten.

Für deine Planung: Die Festungsmuseen sind von November bis Februar geschlossen. Prüfe deshalb vor deinem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Informationen zur Fränkischen Galerie

Oder einfach im Landhaus bleiben

Vielleicht möchtest du heute gar nicht losfahren. Auch das ist Urlaub.

Ein langes Frühstück, ein Buch, für das zu Hause nie Zeit bleibt, oder ein gemeinsamer Spieleabend: Im Landhaus warten Gesellschaftsspiele auf dich. Stell etwas zum Knabbern auf den Tisch und lass den Nachmittag seinen eigenen Rhythmus finden.

Und wenn langsam Hunger aufkommt, wird gemeinsam gekocht. Meine persönliche Empfehlung für einen solchen Tag ist eine wärmende Kürbiscremesuppe mit Orange, Ingwer, Zitronengras und Kokosmilch.

Aus meiner Küche: Kürbiscremesuppe nach Gefühl

Ich koche diese Suppe nach Gefühl – je nachdem, wie groß der Kürbis ist. Deshalb gibt es hier keine starren Mengenangaben. Beginne mit etwas weniger Flüssigkeit und gieße bei Bedarf nach. So kannst du die Konsistenz ganz nach deinem Geschmack anpassen.

Das brauchst du

  • Hokkaido-Kürbis
  • Schalotte
  • ein Stück frischen Ingwer
  • Olivenöl
  • Currypulver
  • Orangensaft
  • Gemüsefond
  • ein bis zwei Stängel Zitronengras
  • eine Dose Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss
  • etwas Kürbiskernöl zum Servieren

So bereite ich die Suppe zu

1. Kürbis, Schalotte und Ingwer vorbereiten
Den Hokkaido waschen, entkernen und in Spalten oder Stücke schneiden. Seine Schale kann dranbleiben. Die Schalotte und den Ingwer schälen und klein schneiden.

2. In Olivenöl anschwitzen
Schalotte und Kürbis in etwas Olivenöl anschwitzen. Den Ingwer dazugeben. Mit Currypulver bestäuben und kurz mit anschwitzen, ohne dass das Gewürz anbrennt.

3. Mit Orange und Gemüsefond aufgießen
Mit Orangensaft ablöschen und mit Gemüsefond auffüllen, sodass die Kürbisstücke gut darin garen können.

4. Zitronengras dazugeben
Den dickeren unteren Teil der Zitronengrasstängel leicht anklopfen, damit sich das Aroma entfalten kann. Die Stängel im Ganzen in die Suppe geben.

5. Sanft garen lassen
Etwa 20 bis 25 Minuten bei kleiner Hitze leicht köcheln, eher sieden lassen. Anschließend prüfen, ob die Kürbisstücke weich sind.

6. Pürieren und verfeinern
Die Zitronengrasstängel herausnehmen und die Suppe cremig pürieren. Danach die Kokosmilch einrühren und die Suppe nicht mehr kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

7. Am Tisch vollenden
In Teller oder Schalen füllen und mit einem kleinen Schuss Kürbiskernöl veredeln.

Mein Tipp: Ingwer und Curry zunächst sparsam verwenden und nach deinem Geschmack abschmecken. Orange und Zitronengras sollen der Suppe eine feine frische Note geben.

Draußen Herbst. Drinnen Zeit für dich.

Vielleicht hast du heute Kunst entdeckt, tropische Pflanzen bestaunt oder ein paar Stunden im warmen Wasser verbracht. Vielleicht warst du auch einfach den ganzen Tag im Landhaus.

Beides darf sein.

Am Abend wartet eine warme Suppe auf dem Tisch. Der Regen fällt noch immer, aber du musst nirgendwo mehr hin.

Du kannst viel erleben. Du musst aber gar nichts.

Ankommen, durchatmen, wohlfühlen.

Deine Stephanie

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