
In Franken heißt Meerrettich Kren. Mit langsam gegartem Fleisch, einer sämigen Soße und Kartoffelklößen wird daraus ein festliches Essen, das in Oberfranken auch zur Kirchweih auf den Tisch kommt. Hier ist eine gut nachkochbare Variante mit Rindfleisch.
Für 4 PersonenEtwa 2½ StundenMit frischen Klößen servieren
Zutaten
Für Fleisch und Sud
- 1 kg Rinderbrust oder Brustkern
- 2 Karotten, ein Stück Knollensellerie und 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- Salz und einige Pfefferkörner
- Wasser zum Bedecken des Fleisches
Für die Krensoße
- 2 EL Butter
- 2 EL Mehl
- etwa 400–500 ml vom Fleischsud
- 3–4 EL frisch geriebener Meerrettich, nach Geschmack
- Salz und eine kleine Prise Zucker
Dazu: fränkische Kartoffelklöße und nach Wunsch ein grüner Salat.
So geht’s
- Fleisch garen: Gemüse grob schneiden. Fleisch, Gemüse, Zwiebel und Pfefferkörner in einen Topf legen, knapp mit Wasser bedecken und salzen. Langsam erhitzen, dann bei geringer Hitze etwa 2 Stunden sanft ziehen lassen, bis das Fleisch weich ist. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
- Sud vorbereiten: Fleisch herausnehmen und warm halten. Den Sud durch ein Sieb gießen.
- Soße kochen: Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einrühren und unter Rühren nach und nach 400 ml Sud zugeben. Etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen. Mit weiterem Sud auf die gewünschte Konsistenz bringen.
- Kren zugeben: Frisch geriebenen Meerrettich erst zum Schluss einrühren. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit Soße und Klößen anrichten.
Unser Tipp: Mit drei Esslöffeln Kren beginnen und am Tisch nachwürzen. Frisch geriebener Meerrettich kann unterschiedlich scharf sein.
Mehr zur regionalen Tradition: Genussregion Oberfranken – Krenfleisch. Dies ist eine eigenständig formulierte, vereinfachte Variante; ein persönliches Familienrezept ergänzen wir später.